Wie auch schon im Jahr davor wollten wir auch letztes Jahr wieder mit der ganzen Familie einen schönen Familienurlaub in Blavand verbringen. Eigentlich hätte ich mir früher nie vorstellen können, regelmäßig Urlaub in Dänemark zumachen, vielleicht mal für ein verlängertes Wochenende mit meinen Studifreunden und –freundinnen, aber so richtig Urlaub?
Aber auch damals mußte ich mir schon sagen lassen, „wenn Du erst einmal eine Familie hast, wirst Du Dänemark als Urlaubsziel zu schätzen wissen“. Und nun ist es soweit. Ein paar Jahre älter und um zwei kleine Kinder reicher, habe ich in der Tat eine ganz andere Einstellung zu Dänemark und vor allem den großzügigen Ferienhäusern mit ihren riesigen Grundstücken bekommen. Na gut – Mallorca im letzten Jahr war auch sehr schön, aber mit zwei kleinen Kindern ist es im Augenblick doch wesentlich entspannter, mit dem eigenen Auto vier Stunden Richtung Norden zu fahren und in seiner Unterkunft reichlich Platz zu haben – auch wenn man dort von Zeit zu Zeit beim Wetter Abstriche machen muß.
Aber letztes Jahr hatten wir wirklich Glück. Mit sieben Personen hatten wir uns für eine Woche im Mai ein luxuriöses Ferienhaus von Dansommer nur etwa 200 Meter vom Strand entfernt gegönnt. Das Haus war mit fast 180 qm Wohnfläche riesig und eigentlich waren es fast zwei Wohnungen in einem Haus. Denn sowohl im Erdgeschoß als auch im Obergeschoß gab es ein separates Wohnzimmer (mit den angrenzenden Schlafräumen), was natürlich bei Bedarf auch die entsprechenden Rückzugsmöglichkeiten geboten hat (aus meiner Sicht wirklich sehr zu empfehlen, wenn man mit so vielen Personen in einem Haus wohnt). Auch das Grundstück war mit 2.500 qm sehr großzügig bemessen und wie die meisten anderen Grundstücke in der Umgebung auch, mit schönen Spielgeräten (Schaukel, Sandkiste, etc.) für die Kinder ausgestattet. Man merkt, der Blick hat sich wirklich gewandelt. Was haben mich früher Spielgeräte für Kinder auf einem Grundstück interessiert?
Das Wetter war eine Woche lang vom Feinsten. Badetemperaturen in der Nordsee, und das im Mai. Wer hätte das gedacht? Die Kinder – und natürlich auch die Erwachsenen hatten ihren Spaß. Der kilometerlange, feinsandige Sandstrand bot auch für die Eltern mal die Gelegenheit zu ausgiebigen Spaziergängen. Jeden Morgen gab es frische Brötchen, die mein Mann von seiner morgendlichen Joggingrunde mitbrachte, die allerdings immer verdächtig lange dauerte. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass er wirklich eine so große Runde drehte. Aber gegen Ende unseres Urlaubs bekam ich auch heraus, warum er so gerne morgens alleine Brötchen holen wollte: beim Kaufmann gab es ein öffentliches Internetterminal – und da er nun mal im Internet zu Hause ist, eine gute Gelegenheit alles Mögliche – und angeblich furchtbar wichtige – kurz einmal zu checken…. Na ja, dafür haben die Brötchen aber immer sehr gut geschmeckt.
Abends ließen wir uns von den Kochkünsten meiner Tante verwöhnen, die damit auch ihre Freude hatte. Auch wenn man mal keine Lust auf Strand und Sandburgen hat, ist Blavand keine schlechte Adresse. Im Ort gibt es ein paar Geschäfte, in denen man (frau) ohne Probleme auch mal einen halben Tag shoppen kann. Auch seinen künstlerischen Neigungen kann man im Ort durchaus nachgehen. Mein Tipp: die Kerzenfabrik von Blavand. Hier kann man relativ preiswert seine eigenen Kerzenmuster und –farben kreiren. Auch für Kinder durchaus mal ein spanennde Abwechslung. Ansonsten lohnt auch noch ein Besuch der Lakritzfabrik. Ebenso gibt es auch eine sehr leckere Eisbude nebenan.
Insgesamt kann ich Blavand für einen Familienurlaub also wirklich empfehlen, besonders dann, wenn man ein größeres Ferienhaus gewählt hat. Dieses Jahr werden wir auch wieder dort sein – dieses Mal sogar zwei Wochen. Da kann ich auch mit der Vorgabe leben, dass das Haus einen eigenen Internetanschluß haben muß (davon gibt es in Blavand offensichtlich immer mehr). Einen schönen Urlaub werden wir trotzdem haben.
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